Geschichte

Das Denkmal wurde von Ernst Hähnel entworfen und von Jacob Daniel Burgschmiet ausgeführt. Die Enthüllungsfeierlichkeiten fanden am 12. August 1845 statt.

Ein Berichterstatter von damals zählt stolz auf, welche erlauchten Persönlichkeiten an der Beethoven-Feier teilnahmen und stellt dabei Friedrich Wilhelm IV. und dessen „durchlauchtigste Gemahlin“ sowie Ihre Majestät, die regierende Königin Victoria von Großbritannien und Irland und deren Gemahl, Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, heraus:

„Höhepunkt des Festes“, schreibt er, „war ganz ohne Zweifel die Inaugurationsfeier des schönen Beethoven-Monuments auf dem Münsterplatz. Nach dem Hochamt im Münster, bei welchem auch Beethoven’s Missa Nro I (in C) zu Gehör gebracht wurde, fand die Enthüllung des Denkmals statt, das nach den Entwürfen von dem Dresdner Bildhauer Hähnel und dem Gießer Burgschmiet aus Nürnberg kunstvoll verfertigt worden war. Um elf Uhr wurden Ihre Majestäten unter Glockengeläut und Jubelrufen empfangen. Sie genehmigten und unterfertigten in der mit rothem Samt und Gold reichgeschmückten Königlichen Loge huldvollst die Urkunde, die in bleierner, hermetisch verschlossener Kapsel in den Sockel des Standbildes eingesenkt und vermauert wurde. Herr Professor Breidenstein hielt die Festansprache, während welcher, an der passenden Stelle, die deckende Hülle des Monumentes wie durch einen Zauberschlag plötzlich sank, und das höchst gelungene Kunstgebilde in überraschender Vollendung und gerade von den ersten Sonnenstrahlen dieses Tages fast magisch beleuchtet, sich den erwartungsvollen Blicken zeigte.“[2]

Begleitet wurde die Enthüllungsfeierlichkeit von einem mehrtägigen Fest, bei dem Franz Liszt Regie übte. Liszt hatte sich mit der enormen Summe von 2.666 Talern an den Gesamtkosten des Denkmals von 13.000 Talern beteiligt.[3] Als Veranstaltungsort entstand die erste Beethovenhalle.

Lange Zeit war das Hähnelsche Denkmal ein unbestrittenes Wahrzeichen der Stadt Bonn. Vor allem am hundertsten Todestage des Meisters wurde es mit Blumen und einem Bildnis van Beethovens geschmückt und zum Mittelpunkt der Feierlichkeiten gemacht. Das Protektorat über die vom 21.–31. Mai 1927 stattfindenden Beethoventage hatten der Reichspräsident Paul von Hindenburg und der österreichische Bundespräsident Michael Hainisch übernommen.

Quelle: Wikipedia

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